Überflüssig zu erwähnen, dass Solid State Drives den mechanischen Festplatten in vielen Bereichen überlegen sind – dazu bedarf es fast keiner Tests mehr. Das nachfolgende kleine Tutorial soll zeigen, wie Sie ihr Notebook einfach und schnell mit einer Leistungssteigerung versehen können, indem Sie ihre alte Festplatte gegen eine neue SSD austauschen. Doch hier gibt es einiges zu beachten.
Die einhellige Meinung gegenüber SSDs ist zwar nach wie vor, dass die neue Technologie beeindruckende Leistung bringt, aber gemessen an der vorhandenen Speicherkapazität noch viel zu teuer ist. Wir erklären, warum sich der Aufpreis insbesondere im Notebook trotzdem lohnt. Neben den bekannten Geschwindigkeitsvorteilen, der Laufzeiterhöhung der Akkus sowie dem geringeren Stromverbrauch bringt der SSD-Einbau ins Notebook auch eine verbesserte Stoßresistenz, da keine beweglichen Teile mehr vorhanden sind. Schreib- sowie Leseköpfe sind hier ganz besonders gefährdet, da sie nach einem Stoß am Häufigsten Schaden nehmen. Einzig bei der Kapazität kann man noch nicht mit HDDs gleichziehen – außer man greift wirklich verdammt tief in die Tasche. Empfehlenswert sind Kapazitäten bis 160 GB, wofür allerdings immer noch bis zu 400€ ausgegeben werden kann. Jedoch bietet dieser einfache Tausch eine extreme Geschwindigkeitssteigerung für Ihr Notebook und ist vom subjektiven Eindruck mit einem Prozessor-Upgrade zu vergleichen.
Ein wichtiges Statement vorweg: Wir distanzieren uns ausdrücklich von jeglicher Haftung an Defekten von Hardware oder Software, die durch den Austausch von Festplatten an Ihrem Notebook entstehen könnten. Diese Anleitung ist eventuell nicht für jedes Notebook gebräuchlich und dient lediglich als grobe Vorlage. Sie sollten diesen Austausch auch nur vornehmen, wenn Sie mit der Notebook-Materie vertraut sind und sich über die Konsequenzen im Klaren sind
Da durch den SSD-Wechsel das Betriebssystem neu aufgesetzt werden muss, wird empfohlen, alle Daten vorher zu sichern und im Anschluss wieder von der alten Platte auf die neue SSD zu übertragen. Des Weiteren wird empfohlen, die Daten auch noch extra auf einem externen Speicher zu sichern – bei Datenverlust ist alleine der Nutzer dafür verantwortlich. Zur Beachtung: Der Umbau auf SSD funktioniert ausschließlich dann, wenn Ihr Notebook über eine Festplatte mit S-ATA Schnittstelle verfügt. Auf der Homepage des Herstellers oder via Sichtkontrolle nach dem Aufschrauben des Notebooks kann man dies leicht in Erfahrung bringen. Allerdings ist dieses Interface seit Jahren Standard und sollte vorhanden sein.
Zum Umbau:
- Schritt 1:
Zunächst müssen Sie das Netzteil vom Notebook trennen. Danach entfernen Sie den Akku von der Unterseite. Falls Sie ein MacBook besitzen, in dem der Akku fest integriert ist, muss das Gerät natürlich ausgeschaltet sein
- Schritt 2:
Mittels passendem Schraubenzieher lösen Sie die Schrauben der Blende, hinter der sich die Festplatte und in manchen Fällen auch die Module des Arbeitsspeichers befinden. Halten Sie hierbei eventuell immer nach entsprechenden Symbolen oder Markierungen auf dem Notebook Ausschau – ggf. hat Ihr Notebook auch herausnehmbare Klappen – um herauszufinden, wo sich welches Teil befindet.
- Schritt 3:
Nachdem Sie die passende Blende gefunden und entfernt haben, sollten Sie die Festplatte vor sich sehen. Meist ist der Speicher nur auf die entsprechende S-ATA-Schnittstele gesteckt, wodurch sie in Position gehalten wird. Andere Modelle müssen evtl. durch zusätzliche Schrauben gelöst werden, bevor sich das Laufwerk herausnehmen lässt.
- Schritt 4:
Die neue SSD wird nun einfach genau so eingesetzt, wie die alte montiert war. Eventuell kommen auch hier wieder Schrauben zum Einsatz, um die Platte zu fixieren. Falls dies erledigt ist, bringen Sie einfach die Schutzblende wieder an, wodurch die Montagearbeiten komplett sind.
- Schritt 5:
Setzen Sie nun den Akku ein, hängen Sie das Notebook ans Stromnetz und schalten Sie des Notebook wieder an. Abschließend müssen Sie natürlich das Betriebssystem noch auf der SSD installieren – falls Sie dies nicht schon vorher erledigt haben.
Viel Spaß!








Noch besser ist es, das DVD- Laufwerk auszubauen und mittels eines sog. SATA- to- SATA- Caddies (vorzugsweise mit FENVI- Controler) die alte, in der Regel größere HDD dort einzuschieben.
Damit reicht eine relativ kleine und preiswerte (z.B. 64 GB) SSD für das Betriebssystem (Win 7 empfohlen) und systemnahe Programme, die alte HDD wird für die Datenspeicherung verwendet.
Beispiele für Caddies bei eBay
Deutschland: http://shop.ebay.com/?_from=R40&_trksid=m570&_nkw=12.7mm+SATA+TO+SATA
Fernost und USA:
http://shop.ebay.com/?_from=R40&_trksid=m570&_nkw=12.7mm+SATA+TO+SATA