Der zurzeit beste SSD-Controller, der SandForce SF-2281-Controller, wird von Kingston in der HyperX SSD verbaut. Damit auch das maximale Tempo der SSD erreicht werden kann, wurde die Firmware vom Hersteller optimiert. In Tests erreicht die Version 320A tatsächlich einige Höchstleistungen.
Zur Geschwindigkeit:
Nahezu Rekorde bricht die HyperX im Test. Bei PC Mark Vantage stellte sie mit 77.561 Punkten sogar einen neuen Bestwert auf. Hier die genauen Datenangaben, die die SSD im Test erreicht hat:
Der Windows Defnder durchforstet die Kingston HyperX mit über 380 MB/s, wenn das Programm nach Schädlingen sucht. Die schnellste HDD, die Western Digital Caviar Black WD1002FAEX, erreichte im Test mit 28 MB/s erreichte nicht mal annähernd ein Zehntel der Geschwindigkeit, die Kingstons SSD erreicht.
Hochleistungen musste die SSD im Test auch zeigen und erreichte sie natürlich auch. Die HyperX SSD mit 240 GB musste einen DVD-Film mit 4,2 Gigabyte und 1000 MP3-Dateien mit 5 Gigabyte schreiben und lesen, als Quell- und Ziellaufwerk wurde hier die OCZ Vertex 3 mit 240 GB genutzt, die ebenfalls sehr gute Leistung bringt.
Die 4,2 Gigabyte der DVD las und schrieb die SSD von Kingston in 17 respektive 15 Sekunden, also 270 MB/s umgerechnet. Der Kopiervorgang dauerte wenige 26 Sekunden, was 165 MB/s entsprechen würden.
Das theoretische Maximum einer Festplatte erreichte Kingston mit den sequentiellen Transferraten. Diese liegen bei 476 MB/s beim Lesen und 402 MB/s beim Schreiben von Daten. Mit Zugriffzeiten von 0,03 und maximal 0,04 Millisekunden konnte die HyperX ebenfalls eine gute Leistung präsentieren.
Bei Flashspeichermedien ist ja bekanntlich der IOPS-Wert auch ziemlich wichtig. Hier erreicht die SSD von Kingston auch eine gute Leistung. Beim zufälligen Lesen erreicht die SSD genau 35.941 IOPS, beim zufälligen Schreiben liegt der IOPS-Wert genau bei 56.814.
Zur Ausstattung:
Das Laufwerk HyperX verfügt über das, was in einer modernen SSD drin stecken sollte. Hier wird sowohl der Trim-Befehl unterstützt als auch eine hauseigene Garbage-Collection mitgeschickt. Die Collection läuft automatisch sobald die SSD nichts zu tun hat. Somit wird hier zweifach die Blockfragmentierung verhindert. Das verringert das Risiko, dass die Leistungsfähigkeit früh abnimmt.
Im Test wurde die Variante SH100S3B/240G genutzt, diese dient als komplettes Einbau-Kit. Bei dem Kit wird ein lohnenswerter Aufpreis von 20 Euro verlangt. Besonders wenn die SSD in einem Notebook nachgerüstet werden soll, ist das Einbau-Kit nützlich.
Im Kit ist alles was man für den Umzug der Daten benötigt: Ein USB-2.0-Gehäuse und –Kabel und die passende Software mit Namen Acronis True Image. Diese sorgt für ein eins zu eins Abbild der System-Partition auf der gekauften SSD, es sei denn, man will sein System nicht auf die SSD installieren. Auch für Desktop-PCs ist einiges dabei. Enthalten sind so ein Einbaurahmen in der Größe 3,5 Zoll, SATA-Kabel, acht passende Schrauben und ein Schraubendreher.
Zum Stromverbrauch:
Die HyperX SSD mit 240 Gigabyte erreichte unter Last bis zu 3,3 Watt. Eigentlich hoch für einen Flashspeicher-Medium. Im Leerlauf sind wenige 0,6 Watt erreicht worden, was nicht anzuprangern ist.
Fazit:
Mit der Kingston HyperX kann man sich die zurzeit schnellste SSD im Festplatten-Format erwerben. Die erbringt in den Tests gute Transferraten und erreicht zusätzlich noch hohe Werte beim zufälligen Schreiben und Lesen. Die Lebensdauer ist auch sehr hoch gesetzt, diese kann man aber leider nur schlecht testen, kann aber durchaus als realistisch angesehen werden. Negativ auffallend ist der Energieverbrauch, der sich aber leicht erklären lässt, da die SSD eine wirklich gute Leistung erbringt. Der Preis von 1,80 Euro pro Gigabyte ist mit der Leistung, die man erwirbt, wohl angemessen.





