Das kalifornische Storage-Unternehmen OCZ hat einen Nachfolger für die RevoDrive – eine äußerst erfolgreiche SSD mit PCI-Interface – vorgestellt. Die RevoDrive X2 soll die bereits sehr hohen Performance-Werte seines Vorgängers noch übertreffen und auch höhere Kapazitäten bieten.
Einzig an der Schnittstelle ändert sich nichts – die X2 wird weiterhin über PCI-Express-x4-Steckkarte angeschlossen. Neue Modelle wird es in den zahlreichen Versionen 100, 160, 240, 360, 480, 720 oder gar 960 GB geben. In der Königsdisziplin der SSDs – der sequentiellen Leserate – soll die X2 laut OCZ unglaubliche 740 MB/s erreichen und stößt damit in neue Dimensionen vor. Die „alte“ RevoDrive schaffte 540 MB/s. Beim Sustained Write (Dauerschreiben) sollen bis zu 600 MB/s möglich sein. Im Bereich der 4K RandomWrite (Schreiben zufälliger Blöcke) stehen 100.000 bis 120.000 IOPS zu Buche. Die Zugriffszeit gibt OCZ mit 0,1 Millisekunden an.
Die neuen RevoDrives setzen nach wie vor auf MLC-Speicher im Raid-0 Verbund. Dieser wird von vier (!) SF1222-Controllern unterstützt, was die ungeheure Performance erklärt. Die mittlere Ausfalldauer wird mit 2 Millionen Stunden angegeben. Beim Stromverbrauch liegt man knapp über dem Vorgänger mit 8,3 Watt bei Volllast, bzw. 4,3 Watt im Stand-By.
OCZ lieferte kürzlich endlich Informationen über Verfügbarkeit und Preise – alle Speicher kommen darüber hinaus mit einer 3-Jahres-Garantie. Die Preise beginnen bei 360 Euro für das Modell mit 100 GByte und enden bei 1.130 Euro. Man sollte allerdings unbedingt auf die neue Generation achten – einige Händler geben in Ihrer Produktbeschreibung noch die „alte“ RevoDrive an.







Wat is an vier (!!!!) Sandforce Controllern denn so dolle, dass da ein Ausrufezeichen hinter muss? Das sind vier eigentständige SSDs, die auf dein Board mit RAID gebastelt werden. Jede SSD hat seinen 1222 Controller, sind bei vier Boards auch vier Controller. Wie bei der Wing, von Angelbird, die ihr in einem anderen Beitrag vorgestellt habt.
Also falls das die einzig fundierte Kritik an meinem Artikel ist, so darf ich mich ja glücklich schätzen…
Ich finde den Bericht gut, und das Revodrive finde ich wirklich klasse. Das einzige was störend ist, dass ein Trim anscheinend nicht möglich ist. Was passiert also wenn die Platte Mal vollgeschrieben wurde? Ohne Trim wird sicher auch das Revodrive seine brutale Performance verlieren.
Richtig, SSDs im RAID-Verbund, inkl. aller OCZ Revodrives, unterstuetzen kein TRIM. Insofern aber durch OCZ ein guter Garbage Collection Algorithmus implementiert ist, kann dieser Nachteil reduziert werden.
Siehe auch Wikipedia diesbzgl (ohne Gewähr):
Praxistests zeigen, dass durch weiter verbesserte Firmware seit 2010 TRIM keinen messbaren Leistungsvorteil mehr bringt. Die laufwerksinterne Garbage Collection ist mittlerweile leistungsfähig genug. Somit sind keine manuellen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit mehr nötig.
privater, subjektiver Erfahrungsbericht meinerseits: Sandforce-SSD unter Vista (also ohne Trim) bei ca. 90% Füllung ohne jeglichen Leistungsverlust – Wechsel auf Win 7 und mit Trim keine Veränderung messbar
Hallo Willy,
Danke für deine Erklärung! Für viele User wird sicher eine Standard SSD reichen, in unseren PCs sind als Systemplatte die 128GB Crucial SATA-600 verbaut und die rennen ohne Ende. Da wir auch HD Videoschnitt machen, wäre das Revodrive X2 sicher ein weiterer Beschleuniger im System. Der Preis von ca. 349.-Euro für 100GB ist halt auch heftig. Vielleicht holen wir uns eins zum Testen. Wenn dies geschieht Berichte ich gerne über den Praxiseinsatz.
Hi Willy,
das ist nicht ganz so richtig.
Denn anscheinend ist es doch möglich im Raid auch Trim anzubieten.
Siehe hier:
http://eshop.macsales.com/NewsRoom/Framework.cfm?page=PR/ssdent_100710.html
MfG
iNsuRRecTiON
Hi,
danke für den Link – das war mir in der Tat so nicht bekannt, zumal es aktuell wohl noch nicht möglich ist. Ist zwar erst für 2011 geplant, aber kann durchaus interessant werden.
Gruß,
Willy
Hallo Willy,
sag mal wie sieht die Geschichte denn im MacPro aus? Läuft sie da?
Und noch eine Verständnisfrage:
Bringt die hohe Leserate etwas speziell bei Samples?
Überlege mir so ein Teil für meine 100GB Sample Library zuzulegen
Danke und
Gruß
Michael
Hallo Michael,
diesbzgl. musst Du wohl mal OCZ kontaktieren. Für große Libraries und bei strikter Trennung von Systemplatte und Library, sind die Performanceraten natürlich Gold wert (unter Windows zumindest). Fest steht, dass Sie unter Mac OS nicht zu booten sind – als Library ist das zwar mMn denkbar, einen Treiber brauchst Du wohl dennoch, aber den gibt es meines Wissens nicht – zumindest nicht auf der offiziellen OCZ-Seite.
Google wirft auch einige Kommentare und Forenbeiträge aus, in denen die Revodrive als Bootplatte auch gar nicht geeignet sein soll, aufgrund von höherer Ausfallrate – OCZ bestätigt das natürlich nicht…
Vor dem Kauf auch unbedingt die Kompatibilität mit Deinem Board checken!
Dank dir für deine Antwort. Habe mir nun eine zweite Vertex 240 GB (neben der schon vorhandenen SSD in meinem Macbook) für den MacPro als Sytemplatte gekauft.
Übrigens: Tolle Seite!
Das Z-Drive R3 P84 wird TRIM unterstützen.
http://www.ocztechnology.com/products/solid-state-drives/pci-express/z-drive-r3/ocz-z-drive-r3-p84-pci-express-ssd.html